Carolin Carles
Semantisch-lexikalische Diagnostik bei SES sicher auswählen, gezielt einsetzen
13. März 2027
Seminarplatz verfügbar
Semantisch-lexikalische Auffälligkeiten zählen zu den zentralen Symptomen bei Sprachentwicklungsstörungen (SES). Doch nicht immer liefert eine Diagnostik-stunde valide Ergebnisse. In der Praxis stellt sich häufig die Frage: Welches diagnostische Verfahren ist bei welchem Störungsprofil sinnvoll – und wie lassen sich die Ergebnisse sicher interpretieren? Gerade bei komplexeren Profilen – etwa bei stark eingeschränktem Sprachverständnis oder zusätzlichen Entwicklungsstörungen – sind Testergebnisse nicht immer eindeutig. Eine gezielte Auswahl geeigneter Verfahren und eine fundierte Interpretation sind daher entscheidend.
Das Seminar vermittelt praxisnah, wie sich semantisch-lexikalische Störungsschwerpunkte differenziert erfassen lassen – auf Basis geeigneter Testverfahren, gezielter Beobachtung und unter Einbezug sprachrelevanter Fähigkeiten. Verschiedene linguistische Modelle zur Sprachentwicklung und Sprachverarbeitung dienen dabei als theoretischer Rahmen zur Strukturierung der Störungsschwerpunkte und zur Ableitung diagnostischer Strategien.
Anhand von Fallbeispielen mit unterschiedlichen Störungsprofilen und Entwicklungsniveaus werden diagnostische Entscheidungen gemeinsam entwickelt und reflektiert. Der kollegiale Austausch unterstützt die Übertragung in die eigene Praxis und stärkt die diagnostische Sicherheit im Umgang mit heterogenen kindlichen Profilen.
Nach dem Seminar können Sie:
• Störungsschwerpunkte im semantisch-lexikalischen Bereich sicher zuordnen
• geeignete Diagnostikverfahren für verschiedene Störungsprofile gezielt auswählen und anwenden
• sprachrelevante Fähigkeiten (z. B. Spielverhalten, Aufmerksamkeits-steuerung, Arbeitsgedächtnis) einbeziehen und interpretieren
• die Aussagekraft diagnostischer Ergebnisse fachlich fundiert einschätzen
Das Seminar bezieht sich inhaltlich auf die Arbeit mit Kindern im Alter von 1 bis 11 Jahren.
Carolin Carles ist Logopädin (B.Sc.), Klinische Linguistin (M.Sc.) und freiberufliche Dozentin. Nach ihrem Logopädiestudium an der Hochschule Fresenius und ihrem Masterstudium in Klinischer Linguistik an der Universität Bielefeld, sammelte sie praktische Erfahrungen in einer logopädischen Praxis und verschiedenen Bildungseinrichtungen, bevor sie 2012 in Wissenschaft und Lehre tätig wurde. Sie hat sich auf den Bereich der Kindersprache spezialisiert und bietet Fortbildungen in diesem Bereich an. Seit 2022 arbeitet sie als klinische Linguistin in der interdisziplinären Frühförderung, Ihre Forschungs- und Therapieschwerpunkte liegen auf der Therapie von Kindern mit Sprachentwicklungsstörungen assoziiert mit zusätzlichen Entwicklungseinschränkungen (Syndrom oder kombinierte umschriebene Entwicklungsstörung). Weitere Themenfelder sind Mehrsprachigkeit, Pragmatik sowie Sprachentwicklung und ihre Störungen.
Zielgruppe:
Sprachtherapeut:innen; Logopäd:innen; Lehrer:innen für Sonderpädagogik; Studierende
Termin & Co.
Veranstaltungstermin:
Samstag, 13. März 2027 von 9:30 bis 17:15 Uhr
Teilnehmerzahl:
mindestens 10, maximal 22 Personen
Ort:
Mercure Hotel Kamen Unna
Kamen Karree 2 | 59174 Kamen
Anmeldungsschluss: 12. Februar 2027
Fortbildungspunkte:8
Mercure Hotel -Zimmerkontingent:
102,00 € EZ/Ü/F buchbar bis 26.02.2027
Teilnahmegebühren incl. Verpflegung
Mitglieder der dgs-LG Westfalen-Lippe e.V.: 200,00 €
Studierende/LAA der dgs-LG Westfalen-Lippe e.V.: 160,00 €
dgs-Mitglieder: 220,00 €
Studierende/LAA dgs-Mitglieder: 176,00 €
Nichtmitglieder: 242,00 €
Studierende/LAA Nichtmitglieder: 193,00 €


