Cornelia Haase

Kommunikation und Interaktion
für sprachentwicklungsgestörte Kinder mit Deutsch als Zweitsprache

28. Februar 2026

Seminarplatz verfügbar     

Rund ein Drittel aller Kinder in Deutschland wachsen zwei- oder mehrsprachig auf. Die Wartelisten der sprachtherapeutischen Praxen spiegeln diesen hohen Prozentteil an Kindern mit Deutsch als Zweitsprache wider. Der Bedarf an fundierten Vorgehensweisen und getesteten Materialien und für diesen Bereich der Logopädie wächst stetig an. Doch er wirft auch gleich zu Beginn Fragen auf:

  • Wie kann ein Therapiebedarf festgestellt werden, wenn die Muttersprache des Kindes nicht Deutsch ist?
  • Wie sieht die Therapie bei einer Sprachentwicklungsstörung aus, sodass ein Fortschritt in der Muttersprache, wie auch im Deutschen erreicht wird?

Diesen beiden Fragen widmet sich das Seminar „Kommunikation und Interaktion für sprachentwicklungsgestörte Kinder mit Deutsch als Zweitsprache.

Zunächst besprechen wir eine effiziente Strategie zur Anamnese und Differenzialdiagnostik. Weiter wird ein strukturierter Therapieplan für eine 90min. Gruppentherapie (3-5 Teilnehmer:innen) präsentiert. Dieses Format kann über gängige Kassenrezepte abgerechnet werden. Je nach Altersgruppe (4-6 Jahre & 7-10 Jahre) werden so folgende, ICF-basierte Therapieschwerpunkte behandelt:

  • Lernen und Wissen anwenden (zuschauen, zuhören, nachmachen, üben, Aufmerksamkeit fokussieren, denken, Probleme lösen, Entscheidungen treffen, phonologische Bewusstheit als Voraussetzung für die erfolgreiche Alphabetisierung)
  • Sprachverständnis (Verbbedeutung, Negation, W-Fragen)
  • Sprachproduktion (Satzbau, Subjekt-Verb-Kongruenz, Wortschatz, Kasus)

Die Therapie der Kommunikation und Interaktion schult Kernkompetenzen des Deutschen und fördert sprachübergreifende, kommunikative-pragmatische Fähigkeiten. Den Kindern werden in der Gruppe Fertigkeiten für bedeutende Lebensbereiche wie Vor- und Schulerziehung vermittelt, sowie kommunikative Fähigkeiten für interpersonelle Beziehungen. Das Seminar gibt hierzu die nötigen Materialien für eine sofortige Umsetzung im therapeutischen Alltag an die Hand.

Das Seminar bezieht sich inhaltlich auf die Arbeit mit Kindern im Alter von 4 bis 10 Jahren.

Cornelia Haase ist Psycho- und Neurolinguistin. Sie therapiert stark teilhabeorientiert entwicklungsbedingte und erworbene Störungsbilder und richtet ihren Fokus auf die alltagsnahe Therapie. Zudem integriert sie Pilates in ganzheitliche und transdisziplinäre Trainings, sowie in die Therapie von Sprech-, Stimm- und Atemstörungen. Cornelia Haase ist als Sprachtherapeutin und zertifizierte Deutschtrainerin, Pilates- und Faszientrainerin, wie auch als Dozentin tätig. 

Zielgruppe:
Sprachtherapeut:innen; Logopäd:innen; Lehrer:innen für Sonderpädagogik; Heilpädagog:innen; Heilerziehungspfleger:innen; Sozialpädagog:innen; Erzieher:innen 

Termin & Co.

Veranstaltungstermin:
Samstag, 28.02.2026 von 09:30 bis 16:45 Uhr

Teilnehmerzahl:
mindestens 7 Personen, maximal 25 Personen

Ort:
Online im  zoom-meeting-room

Anmeldungsschluss:
06. Februar 2026

Fortbildungspunkte: 4 bei 8 UE

Teilnahmegebühren incl. Verpflegung

Mitglieder der dgs-LG Westfalen-Lippe e.V.: 144,00 €

Studierende/LAA der dgs-LG Westfalen-Lippe e.V.: 99,00 €

dgs-Mitglieder: 134,00 €

Studierende/LAA dgs-Mitglieder: 107,00 €

Nichtmitglieder: 148,00 €

Studierende/LAA Nichtmitglieder: 119,00 €

© doppelpunkt – Fortbildungsinstitut für Sprachheilpädagogik der dgs-Landesgruppe Westfalen-Lippe e.V. 2024