dgs doppelpunkt
Fortbildungsinstitut für Sprachheilpädagogik
Anke Schmitz

Gemeinsam in der Therapiestunde? - Ideen zur effektiven Arbeit mit Eltern in der Therapie

20./21. April 2018  - Seminarplatz verfügbar -

Kennen Sie das auch?

  • Angst vor möglichen kritischen, verständnislosen oder gelangweilten Blicken von Eltern, die Ihnen bei der Therapie mit Ihrem Kind zugeschaut haben?
  • Das Gefühl, in Rechtfertigungsdruck zu kommen, weil Eltern nach einer Therapie „Sie spielen ja nur“ sagen.
  • Hilflosigkeit zu empfinden bei Elternreaktionen wie „Jetzt mach doch schon Paul, du weißt ja wie es geht.“
  • Die Schwierigkeit, den Fokus der Therapie auf der Interaktion mit dem Kind zu belassen, den Gesprächsbedarf der Mutter/des Vaters aber ernst zu nehmen und nicht abschneiden zu wollen.

Therapie mit den Kindern alleine ist natürlich etwas anderes als die Therapie mit den Kindern und ihren Eltern gemeinsam. Die Anwesenheit der Eltern in der Therapie ist gleichzeitig sehr lohnend und kann die Therapie wesentlich erleichtern und effektiver gestalten.

So werden z.B.

  • die Fortschritte und Schwierigkeiten des Kindes im engen Kontext einer Therapiesituation für die Eltern differenzierter erlebbar.
  • Erklärungen nach der Stunde über Therapieinhalt, Verhalten des Kindes und mögliche häusliche Übungen fallen weg.
  • Im diagnostischen Kontext erhält der/die TherapeutIn, durch die Beobachtung der Interaktion zwischen dem Kind und seiner Bezugsperson, wichtige Informationen für therapeutische Interventionen.
  • Die Transparenz der Therapie schafft eine Vertrauensbasis.

Und darüber hinaus wird durch die elterliche Anwesenheit in der Therapie, die Elternkompetenz und Ressourcenaktivierung deutlich unterstützt.

Ziel des Seminars ist es:

  • Zu erarbeiten, wie Eltern modellhaft Fördermöglichkeiten und Strategien in der Therapie erwerben, um ihr Kind im häuslichen Bereich fördern zu können.
  • Zu erlernen, wie man den Fokus der Eltern auf Fortschritte, Schwierigkeiten und Ressourcen ihrer Kinder lenken kann.
  • Handlungsspielräume zu gewinnen und Techniken zu erlernen, um sich den „Zuschauer-Eltern“ nicht schutzlos ausgesetzt zu fühlen.
  • Eigene Ressourcen für die Arbeit mit den Eltern in der Therapie zu aktivieren.
  • Unterschiedliche Therapiesettings (aktive Eltern, passive Eltern) und auch deren prozessorientierten Wechsel gestalten zu können.
  • Mit dem „Erste Hilfe-Plan“(=Ressourcenorientierte Reflektionen) nach einer schwierigen Eltern-Kind Therapie, handlungsfähig für die nächsten Therapiestunden zu sein und das Erlebte konstruktiv zu nutzen.

Inhalt:

Das Seminar ist geprägt durch eine systemische Sichtweise. Es ist sehr praxisorientiert. Anhand konkreter Fallbeispiele werden Probleme und daraus resultierende Möglichkeiten aufgezeigt, die den Eltern und Therapeuten ein produktives Zusammensein in der Therapie ermöglichen sollen. Fallbeispiele der TeilnehmerInnen werden gerne mit einbezogen.

 

Anke Schmitz: arbeitete nach dem Studium der Geschichte, Philologie und angloamerikanischen Geschichte zunächst als Regieassistentin und Regisseurin am Theater. SeitAbschluss ihrer Ausbildung zur Logopädin in 2001 ist sie im Zentrum für Frühbehandlung und Frühförderung in Köln tätig. 2007 schloss sie die Fortbildung zur ‚Spieltherapeutin‘ (Fachhochschule Münster/“Sobi“ Münster) und 2009 zur ‚Sytemischen Beraterin (Kath. Fachhochschule Köln) ab und absolvierte zusätzlich den Masterstudiengang „Supervision“ (Kath. Fachhochschule Münster). Neben ihrer Tätigkeit als Logopädin ist sie freiberuflich als „Systemische Beraterin“ (DGSF), Supervisorin/Coach (DGSv) und Dozentin tätig. Mehr...


 

Zielgruppe: SprachtherapeutInnen/LogopädInnen; HeilpädagogInnen; MotopädInnen; ErgotherapeutInnen

Veranstaltungstermin:

Freitag, 20.04.2018 von 15:00 bis 19:30 Uhr
Samstag, 21.04.2018 von 09:30 bis 17:00 Uhr

Teilnehmerzahl:

mindestens 10, maximal 16 Personen

Ort:

Kurhaus Bad Hamm, Ostenallee 87 in 59071 Hamm

Anmeldungsschluss:

28. März 2018

Fortbildungspunkte:

12


Teilnahmegebühr inklusive Verpflegung:

Mitglieder der dgs Landesgruppe Westfalen-Lippe

179,00 €

Studierende/LAA der dgs-Landesgruppe Westfalen-Lippe

160,00 €

dgs-Mitglieder

189,00 €

Studierende/LAA

170,00 €

Nichtmitglieder

208,00 €

Studierende/LAA Nichtmitglieder

187,00 €

10% Frühbucher-Rabatt bei Anmeldung bis zum 31.10.2017!
Kombinierbar mit unseren Rabatt-Angeboten '1+1=10%' und 'Team-Fobi'.

 

QM-VNR 18-0210

 

Informationen zur Anmeldung     direkt zur Online-Anmeldung

Seite drucken